13. Dezember 2017

Einsätze, Ausbildung, Dorfgemeinschaft – viel zu tun für die Feuerwehr Haste

Haste. Die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Haste haben ein arbeitsreiches Jahr hinter sich. 18 Einsätze weist die Statistik aus. Dazu kamen viele Stunden Ausbildung und Engagement für die Haster Dorfgemeinschaft.

Olav Sievert, der als Ortsbrandmeister souverän durch seine erste Jahreshauptversammlung führte, berichtete unter anderem von den zahlreichen Aktivitäten für die Dorfgemeinschaft. Als Höhepunkt nannte er den „Schreddertag“. Die Feuerwehr unterstützt an diesem Tag die Gemeinde Haste, indem sie auf dem Schützenplatz das Schreddern des Grünschnitts organisiert. Auch in diesem Jahr wird sich die Gemeinde Haste wieder auf die Mitglieder der Feuerwehr verlassen können. Das Osterfeuer und den Adventsbasar richteten die Aktiven in Eigenregie aus. Unterstützt wurden zudem zwei Laternenumzüge im Ort.

Der stellvertretende Ortsbrandmeister Harald Schmidt berichtete über das Einsatzgeschehen. Insgesamt rückte die Feuerwehr zu 18 Brandeinsätzen und Hilfeleistungen aus. Glücklicherweise kam es in Haste zu keinen schwerwiegenden Einsätzen mit Verletzten oder gar Toten. Auffällig waren im letzten Jahr die drei Tierrettungen, zu denen die Feuerwehrleute ausrücken mussten. Ein beim Auedüker eingeklemmter Graureiher wurde befreit, ein ausgerissener Hund aus dem Kanal gerettet und ein im Fuchsbau eingeschlossener Hund ausgegraben. Aber auch eine hilflose Person wurde aus ihrer Wohnung gerettet und dem Rettungsdienst übergeben.

Diverse Einsätze wurden zusammen mit den Nachbarfeuerwehren aus Hohnhorst und Rehren absolviert. Zusammen mit Haste bilden die Ortsfeuerwehren den Löschzug Nord in der Samtgemeinde Nenndorf.

Dieses hat Auswirkungen auf die Ausbildung. Viermal trafen sich die Feuerwehren im vergangenen Jahr zu gemeinsamen Einsatzübungen, so Gruppenführer Stefan Daeves. Eine Übung gestalteten die Verantwortlichen so realistisch, dass es sogar zu einer Anfrage durch die lokale Presse beim Ortsbrandmeister kam.

Ein weiterer Schwerpunkt der letztjährigen Ausbildung war das Training der Atemschutzgeräteträger. Sie sind es, die bei Bränden im Innenangriff das Feuer bekämpfen oder Personen aus verqualmten Wohnungen retten. Neben den üblichen Leistungsnachweisen kamen die Feuerwehrmänner zu Fortbildungen und Sonderdiensten, wie etwa einem Übungstag in der Brandsimulationsanlage in Lemgo zusammen.

Torsten Lorz berichtete als Jugendfeuerwehrwart über ein ebenfalls sehr aktives Jahr. Die neun Jugendlichen, die in diesem Jahr noch durch Übernahmen aus der Kinderfeuerwehr verstärkt werden, nahmen an Wettbewerben teil und waren ebenso in die Aktivitäten der Dorfgemeinschaft eingebunden, wie die Aktiven.

Die „Feuerschlümpfe“ haben, so Jörg Dyba, Leiter der Kinderfeuerwehr, ein durchaus spannendes und abwechslungsreiches Jahr hinter sich. Schlittschuh laufen, eine Faschingsfeier und viel Spiel und Spaß standen zu Beginn des letzten Jahres auf dem Programm. Im Laufe der weiteren Monate stärkten die zwölf Kinder den Zusammenhalt und lernten viel Interessantes über die Feuerwehr. So übten sich die Jungen und Mädchen im Anfertigen von Feuerwehrknoten und lernten kindgerecht die Grundlagen der Ersten Hilfe.

Unter dem Punkt Ehrungen und Beförderungen ehrte Ortsbrandmeister Olav Sievert fördernde Mitglieder für ihre Jahrzehnte währende Unterstützung. Seit 40 Jahren sind Heinrich Buhr, Heinrich Deseniß, Wifried Lücke und Karl-Heinz Pinkenburg Förderer der Feuerwehr. Bereits seit 50 Jahren hält Richard Niedersberg die Treue und seit 60 Jahren unterstützen Fritz Baule und Günter Bremer die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehr Haste.

Seit 40 Jahren leistet Eckhard Schmöe aktiven ehrenamtlichen Dienst in der Feuerwehr. Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote ehrte ihn für dieses außerordentliche Engagement mit dem Ehrenzeichen des Landes Niedersachsen.

Beförderungen durften natürlich auch nicht fehlen. Durch den Ortsbrandmeister wurden Ulrike Stanke zur Hauptfeuerwehrfrau und Jan Norden zum Hauptfeuerwehrmann befördert.

Gemeindebrandmeister Carsten Norden und sein Stellvertreter Paul Dylla beförderten im Anschluss Michael Leitheußer zum Löschmeister und Ulrich Nürnberg zum Hauptlöschmeister. Und auch der Ortsbrandmeister erhielt eine Beförderung. Er stieg in den Dienstgrad Oberbrandmeister auf. Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt ließ es sich im Anschluss nicht nehmen, zusammen mit Carsten Norden die goldenen Sterne auf die Schulterklappen des Ortsbrandmeisters zu stecken.