13. Dezember 2017

Richtiges Verhalten bei einem Feuer

Es entspricht der Lebenserfahrung, dass mit der Entstehung eines Brandes praktisch jederzeit gerechnet werden muss. Der Umstand, dass in vielen Gebäuden jahrzehntelang kein Brand ausbricht, beweist nicht, dass keine Gefahr besteht, sondern stellt für die Betroffenen einen Glücksfall dar, mit dessen Ende jederzeit gerechnet werden muss.

Verwaltungsgericht Gelsenkirchen, Urteil vom 14.11.1985, 5 K 1012/85
Oberverwaltungsgericht Münster, Urteil vom 11.12.1987, 10 A 363/87

Deshalb sollte sich jeder Bürger mit den Gefahren bei einem Brand in der eigenen Wohnung auseinander setzen. Rauchmelder helfen Ihnen, auf einen Brand aufmerksam zu werden. Wenn der Ernstfall dann da ist, sollten Sie vor allem Ruhe bewahren. Das ist zwar leicht gesagt, es hilft Ihnen jedoch ungemein weiter, wenn Sie überlegt handeln und nicht in Panik geraten.

Wie verhalte ich mich richtig?

» Bei einem verqualmten Treppenhaus

Halten Sie ihre Wohnungstür geschlossen und erwarten Sie die Feuerwehr in der Wohnung. Machen Sie sich am Fenster oder auf dem Balkon bemerkbar.

» Alarmieren Sie die Feuerwehr

Wählen Sie die kostenfreie Rufnummer 112 und setzen Sie einen Notruf ab.

» Fenster und Türen

Halten Sie Fenster und Türen zum Brandraum geschlossen, um eine Ausbreitung von Rauch und Feuer zu verhindern.

» Mitbewohner warnen

Bringen Sie Hilfsbedürftige und sich selbst in Sicherheit. Informieren Sie Ihre Nachbarn.

» Benutzen Sie keine Aufzüge

Aufzüge können bei einem Brand zur tödlichen Falle werden, wenn plötzlich der Strom ausfällt oder die Türen sich im brennenden Stockwerk öffnen.

» Feuerwehr erwarten

Weisen Sie die Feuerwehrleute ein und halten Sie gegebenenfalls Schlüssel bereit.

» Das Feuer löschen

Versuchen Sie die Brandbekämpfung nur, wenn Sie sich nicht selbst gefährden. Spielen Sie nicht den Helden!

Video der Berliner Feuerwehr zum richtigen Verhalten bei Bränden