25. April 2018

Großbrand eines Wohnhauses

Riehe, 17.05.2010. Mehr als 80 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst bekämpften einen Großbrand in Riehe. Ein Wohnhaus am Sportplatz stand in Vollbrand, als die ersten Feuerwehrleute am nur wenige Meter vom Feuerwehrhaus entfernten Brandobjekt eintrafen. Ein Innenangriff war bereits nicht mehr möglich. Es entstand ein hoher Sachschaden. Eine Bewohnerin wurde leicht verletzt.

Aus bislang ungeklärter Ursache geriet am Sportplatz in Riehe ein Mehrfamilienhaus in Brand. Beim Eintreffen der Feuerwehr, deren Unterkunft nur wenige Meter entfernt liegt, schlugen die Flammen bereits aus dem Dach und den Fenstern. Das Feuer hatte sich rasend schnell verbreitet. Die ersten Einsatzkräfte versuchten zwar noch, das Feuer von innen zu bekämpfen, mussten das Vorhaben aber wegen der großen Hitze abbrechen. Die Feuerwehrleute bekämpften den Großbrand daher von außen und versuchten, ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäudeteile und die Nachbarschaft zu verhindern.

Probleme bereitete den Einsatzkräften besonders die Wasserversorgung. Es mussten lange Schlauchleitungen aus der Mitte des Ortes verlegt werden, um ausreichend Wasser an den Einsatzort zu schaffen. Gute Dienste leistete hier der Schlauchwagen aus Horsten, der mit 1000 Metern Schlauchmaterial die Wasserversorgung sicher stellte. Insgesamt nahmen die Feuerwehren sieben C- und 2 B-Rohre zur Brandbekämpfung vor. Ebenfalls im Einsatz war ein Wenderohr der Drehleiter.

Die verwinkelte Bauweise des mehrfach erweiterten Hauses sorgte dafür, dass das Feuer immer wieder aufflackerte. Nachdem das Feuer unter Kontrolle war, gingen zahlreiche Trupps unter Atemschutz in das Gebäude, um die Brandnester zu löschen. Auch in der Isolierung des Daches hatten sich die Flammen ausgebreitet. Von der Drehleiter aus entfernten Einsatzkräfte die Dachziegel und öffneten mit einer speziellen Kettensäge die Holzverkleidung.

Die mühseligen Nachlöscharbeiten zogen sich den ganzen Abend und die Nacht hin. Ein Übergreifen der Flammen auf die Nachbarschaft wurde verhindert. Am Gebäude selber entstanden durch das Feuer, den Brandrauch und das Löschwasser erheblicher Sachschaden. Ein Bewohner wurde leicht verletzt und in ein Krankenhaus gebracht.

Da die Drehleiter aus Bad Nenndorf derzeit wegen eines technischen Defekts in der Werkstatt ist, kam den Nenndorfer Feuerwehrleuten die Drehleiter aus der Kreisstadt Stadthagen zu Hilfe. Diese fiel am späten Abend ebenfalls wegen technischer Probleme aus. Somit rückte die Feuerwehr Wunstorf mit ihrer Drehleiter nach Riehe aus. Ohne Drehleiter wären die aufwändigen Lösch- und Nachlöscharbeiten nur schwer möglich gewesen und hätten wesentlich länger gedauert.

Im Einsatz waren etwa 80 Feuerwehrleute mit 19 Fahrzeugen aus den Feuerwehren Riehe, Helsinghausen/Kreuzriehe, Waltringhausen, Bad Nenndorf, Horsten, Haste, Stadthagen und Wunstorf. Dazu kamen zwei Rettungswagen und die Polizei.

Die Polizei geht von einem technischen Defekt als Brandursache aus. Die Schadenshöhe liegt zwischen 150.000 und 300.000 Euro.