13. Dezember 2017

Uwe Blume zum Ehrenbrandmeister ernannt

Riehe, 13.10.2017. Auf Antrag der Ortsfeuerwehr Riehe hatte der Samtgemeinderat beschlossen, Uwe Blume zum Ehrenbrandmeister zu ernennen. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde führte Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt die Ehrung im Beisein zahlreicher Kameraden durch, die ihm zuvor einen warmherzigen Empfang am Feuerwehrhaus bereiteten.

Uwe Blume trat 1975 der Ortsfeuerwehr Riehe bei. Schon wenige Jahre später, im Februar 1978, übernahm er den Posten des Jugendfeuerwehrwartes. Trotz der Mahnung seiner Ehefrau, „bloß nicht mit einem Amt wiederzukommen“, wie Blume schmunzelnd erzählte. Es wurde eine Erfolgsgeschichte. Bis 1989 leitete er die Jugendfeuerwehr und von 1984 bis 1996 die Gemeindejugendfeuerwehr. Von 1989 bis 1995 war er zudem stellvertretender Ortsbrandmeister, bevor er das Amt des Ortsbrandmeisters übernahm. Von 1997 bis 2003 war er stellvertretender Gemeindebrandmeister und von 2003 bis 2010 Gemeindebrandmeister in der Samtgemeinde Nenndorf. 2010 wechselte Blume als Leiter des Brandschutzabschnitts Nord zur Kreisfeuerwehr. Zusätzliche engagierte er sich in der Sprechfunkausbildung und als Fachbereichsleiter für die Leistungswettbewerbe.

Schmidt würdigte Blumes Arbeit für die Nenndorfer Feuerwehren. Er führte als Gemeindebrandmeister neue Strukturen ein, beschaffte neue Fahrzeuge und begleitete die Erweiterung der Feuerwehrhäuser in Haste, Ohndorf und Waltringhausen. Die Umrüstung der Alarmierung von Sirenen auf digitale Meldeempfänger fiel ebenfalls in seine Amtszeit als Gemeindebrandmeister.

Mike Schmidt (li.) dankt Uwe Blume für seine Arbeit und Erika Blume für ihre Unterstützung.

Als Dank und Anerkennung für sein Engagement beschloss der Samtgemeinderat die Ernennung zum Ehrenbrandmeister. Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt überreichte Blume die Urkunde und ehrte ihn offiziell mit dem Titel des Ehrenbrandmeisters. Erika Blume, die im Laufe der Jahrzehnte so häufig auf ihren Ehemann verzichten musste, erhielt als Dankeschön einen großen Blumenstrauß überreicht. Ein Gutschein für die Landgrafentherme soll beiden ermöglichen, sich verwöhnen zu lassen. Dass Uwe Blume das Thema Feuerwehr nicht loslassen wird bezeugte sein Kommentar zum Präsent. „Dann kann ich mir auch einmal die Brandmeldeanlage nach dem Umbau anschauen“, lautete sein Kommentar.

In seiner Feuerwehrlaufbahn erlebte Blume viele Einsätze. Großbrände und tödliche Unfälle gehörten mit dazu. So auch 2003, als er auf dem Rückweg von einem Brandeinsatz in Lauenau mit seinem Privatfahrzeug in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt wurde. Als er den Unfall über Funk meldete und mitteilte, dass er selbst beteiligt war, wurde es schlagartig still auf dem Funkkanal. So erlebte er den folgenden Feuerwehreinsatz aus der Sicht eines Unfallbeteiligten. „Da merkt man, wie Feuerwehr funktioniert“, lautete sein Resümee.

Doch zur Arbeit in der Feuerwehr gehören solche Einsätze nun einmal dazu. Schöne Ereignisse bei Wettbewerben und Veranstaltungen, wie Erntefesten und Osterfeuern, sowie die Kameradschaft in der Feuerwehr sorgten für einen entsprechenden Ausgleich.

Im Laufe der Jahrzehnte lag Blume besonders die Jugendarbeit am Herzen. Kaum ein Zeltlager verging, an dem er nicht teilnahm. Während er als Ortsbrandmeister oder Gemeindebrandmeister vielen Einschränkungen unterlag, konnte Blume in der Jugendarbeit viel experimentieren und Neuerungen einführen. So gehen die heute fast überall veranstalteten Winterwettbewerbe auf eine Idee vom ehemaligen Bürgermeister Konrad Götze zurück, die Uwe Blume zusammen mit ihm umsetzte.

In der Zusammenarbeit mit der Verwaltung hatte er immer das Gefühl, offene Türen vorzufinden. Viele konstruktive Gespräche wurden geführt und die Feuerwehren auf einen guten Weg gebracht. Davon zeugte auch, dass im Dezember noch vorhandene Gelder investiert wurden, wie auch Mike Schmidt mit einem Lächeln bestätigte.

Uwe Blume wird der Feuerwehr weiterhin verbunden sein. In der Seniorenabteilung der Feuerwehr Riehe wird er sich engagieren. Sein Wissen und seine Erfahrungen wird er im Kommando der Gemeindefeuerwehr einfließen lassen. Als Ehrenbrandmeister darf er künftig an dessen regelmäßigen Sitzungen teilnehmen.