19. Dezember 2018

Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr

Bad Nenndorf, 20.01.2018 | Im Rahmen der Jahreshauptversammlung blickten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Bad Nenndorf auf ein arbeits- und ereignisreiches Jahr zurück. Der Höhepunkt war sicherlich der Umzug in das neue Feuerwehrhaus Ende November des vergangenen Jahres.

Vorausgegangen waren Jahre der Planung, der Rückschläge und Diskussionen. Umso größer war die Freude, als im November 2015 der erste Spatenstich zum neuen Feuerwehrhaus erfolgte. Zwei Jahre später zogen Kinderfeuerwehr, Jugendfeuerwehr und die Einsatzabteilung zum neuen Standort um. Für viele der Aktiven, so Ortsbrandmeister Thomas Schweer, war es auch ein emotionaler Moment.

Aber auch außerhalb der Arbeiten rund um das neue Feuerwehrhaus war es ein arbeitsreiches Jahr, wie aus den Berichten der Funktionsträger hervorging. Zugführer Bernd Schröder berichtete, dass die Aktiven 3.282 Stunden in die Ausbildung investierten. Die Themen waren sehr umfangreich. Sie reichten von den Grundlagen der Arbeit in der Feuerwehr bis hin zu Spezialthemen wie Absturzsicherung, Drehleiterausbildung oder der Umgang mit dem Einsatzleitwagen. Mehr als 80 Dienste kamen so im Laufe des Jahres zusammen. Zusätzlich bildeten sich Feuerwehrleute bei Lehrgängen auf Kreis- oder Landesebene fort.

Eine solide Ausbildung, bei der Themen immer weiter vertieft werden, ist die Basis für die sichere Abarbeitung verschiedenster Einsatzlagen. Zu welchen Einsätzen die Schwerpunktfeuerwehr in 2017 ausrückte, demonstrierte der Bericht des stellvertretenden Zugführers Thomas Schröder. Insgesamt wurde die Feuerwehr 107 mal alarmiert. Glücklicherweise verzeichnet die Statistik keine Großbrände. Dachstuhlbrände in Apelern und Riepen gingen glimpflich aus. Bei den Hilfeleistungen galt es Keller auszupumpen, Türen für den Rettungsdienst zu öffnen oder Bäume von Straßen zu räumen. Leider mussten die Feuerwehrleute kurz nach Weihnachten auch zu einem tödlichen Verkehrsunfall ausrücken.

An der Motivation der Feuerwehrleute zehrten jedoch die zahlreichen Fehl- und Falschalarme. Alleine zu den beiden Flüchtlingsunterkünften rückte die Feuerwehr 24 mal aus. Die Ursachen waren vielfältig und reichten von technischen Defekten bis zu angebranntem Essen und zu heißem duschen. Neben der Feuerwehr Bad Nenndorf waren hierbei auch die Feuerwehren aus Haste, Helsinghausen/Kreuzriehe und Waltringhausen im Einsatz. Diverse Gespräche mit dem Landkreis folgten, um die Situation zu verbessern. Seit Mitte Dezember zumindest in den beiden Flüchtlingsunterkünften kein Fehlalarm mehr aufgetreten.

Die Feuerwehr Bad Nenndorf ist gut aufgestellt. Insgesamt 70 Männer und Frauen gehören der Einsatzabteilung an. In der Jugendfeuerwehr engagieren sich 17 Jugendliche und in der Kinderfeuerwehr nehmen 22 Kinder an den regelmäßigen Treffen teil.

Die Jugendfeuerwehr hat ebenfalls ein aktives Jahr hinter sich. Bei den 54 Diensten beschäftigten sich die Jungen und Mädchen mit feuerwehrtechnischen Themen und dem Üben für Wettbewerbe. Die Höhepunkte waren aber ohne Frage das Kreiszeltlager in Rinteln und der Umzug in das neue Feuerwehrhaus, so Jugendfeuerwehrwart Dennis Höger. Für vier Mitglieder der Jugendfeuerwehr steht der Wechsel in die Einsatzabteilung bevor. Alina Haard, Ronja Höger, Jenny Sucker und Yannick Wehr werden ihre Grundausbildung absolvieren und an den Diensten der Einsatzabteilung teilnehmen. Ortsbrandmeister Thomas Schweer freut sich über die vier Neuzugänge. Besonders hob er Jenny Sucker hervor, die als erstes ehemaliges Mitglied der Kinderfeuerwehr zu den Aktiven wechselt.

Die Kinder der „Heißen Bande“ standen den Jungen und Mädchen der Jungendfeuerwehr in nichts nach, wie Jennifer Schweer, Leiterin der Kinderfeuerwehr, berichtete. Viele Aktionen standen in 2017 auf dem Plan für die 22 Mitglieder der Kinderfeuerwehr. Bei den regelmäßigen Treffen führten die Aktiven beispielsweise Feuerwehrgeräte vor oder präsentierten ihre Schutzausrüstung. Aber natürlich gab es auch ganz viel Spaß und Spiel. Denn die Kinder sollen spielerisch an die Feuerwehr herangeführt werden.

Samtgemeindebürgermeister sprach den Feuerwehrleuten seinen Dank aus. Er zeigte sich erfreut, dass keine Großschadensereignisse zu verzeichnen waren und alle Aktiven gesund von den Einsätzen zurückkehrten. Bedauerlich findet er, dass durch den Umzug ins neue Feuerwehrhaus die direkte Kommunikation aus dem Rathaus heraus so wie beim alten Standort hinter dem Rathaus nicht mehr möglich sei. Ein neuer Kommunikationsweg müsse daher etabliert werden. Mit einem Schmunzeln hatte Thomas Schweer schon eine Lösung parat. Man müsse lediglich eine Brandmeldeanlage im Rathaus installieren, dann würde man sich wieder öfter sehen.

Abschnittsleiter Joachim Muth hatte neben seinen Grußworten noch vier Ehrungen in der Aktentasche. Tobias Dröse, Jan Janssen und Fabio Meli gehören der Feuerwehr seit 25 Jahren aktiv an. Muth zeichnete die drei Jubilare mit dem Ehrenzeichen des Landes Niedersachsen aus. Bereits seit 40 Jahren gehört Hans-Martin Cronjaeger der Feuerwehr an. Cronjaeger ist ein Feuerwehrmann aus Leidenschaft. Er war stellvertretender Ortsbrandmeister und Ortsbrandmeister. Mit seinem technischen Sachverstand unterstützte er die Beschaffung des Einsatzleitwagens und den Bau des Feuerwehrhauses. Da er seit 2017 nicht mehr als stellvertretender Ortsbrandmeister im Amt ist, erhielt er als Dank eine Fotomontage mit seinem Konterfei und dem Feuerwehrhaus überreicht.

Thomas Schweer übernahm Alina Haard, Ronja Höger, Jenny Sucker und Yannik Wehr aus der Jugendfeuerwehr in die Reihen der Aktiven. Sie erhielten vom Ortsbrandmeister Transponder überreicht, um zu den Diensten und Einsätzen ins Feuerwehrhaus zu gelangen.

Zum Feuerwehrmann wurde Sebastian Lier ernannt. Oberfeuerwehrleute sind nun Alexander Brückner, Anna Cronjaeger, Hendrik Kisser, Svenja Kramer, Andreas Markert, Tanja Scheller, Tobias Steffen, Jason Sucker und Anja Wingert. Einen weiteren Stern für seine Schulterklappen erhielt auch Jörg Thöne. Er ist nun Hauptfeuerwehrmann.

Gemeindebrandmeister Carsten Norden durfte ebenfalls Feuerwehrleute befördern. Jan Janssen ist nun Löschmeister. Zum Hauptlöschmeister beförderte Norden den stellvertretenden Ortsbrandmeister Thomas Hoffmeister. Zugführer Bernd Schröder wurde ebenfalls befördert. Er darf nun die Schulterklappen eines Brandmeisters tragen.