1. Dezember 2022

Zeitgleiche Einsätze fordern Feuerwehren

Mehrere Einsätze zur gleichen Zeit stellten die Feuerwehren der Samtgemeinde Nenndorf vor Herausforderungen. Es galt, einen Flächenbrand, einen Garagenbrand und eine unklare Racuhentwicklung abzuarbeiten.

Die Temperaturen lagen am 20.07.2022 weit jenseits der 30 Grad. Der Deutsche Wetterdienst warnte schon Tage im Voraus vor einer sehr hohen Gefahr von Wald- und Flächenbränden.

So war es auch nicht verwunderlich, dass um 14:31 Uhr zunächst die Feuerwehren des Löschzugs West zu einem Flächenbrand in die Rehrener Feldmark nahe des Mittellandkanals gerufen wurden. Hier brannte ein abgeerntetes Getreidefeld. Der Wind trieb das Feuer, das auf einer etwa 100 Meter langen Linie brannte, auf eine Böschung mit Büschen und Bäumen zu.

Mitarbeiter des Bauhofs der Samtgemeinde, die zufällig zum Bewässern des Rehrener Friedhofs in der Nähe waren, konnten das Feuer durch ihren Einsatz etwas eindämmen. Die Feuerwehr baute eine Wasserversorgung vom Mittellandkanal auf. Tanklöschfahrzeuge von dies- und jenseits des Kanals pendelten ebenfalls, um Wasser zum Löschen des Feuers an die Einsatzstelle zu bringen. So war das Feuer nach kurzer Zeit unter Kontrolle. Die Drohne der Kreisfeuerwehr half mit einer Wärmebildkamera, letzte Glutnester ausfindig zu machen und gezielt abzulöschen.

Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Rehren, Ohndorf, Horsten, Riepen, Bad Nenndorf (ELW), Haste, Helsinghausen/Kreuzriehe sowie die Feuerwehren Bokeloh, Idensen und Mesmerode aus der Region Hannover. Vor Ort war ebenfalls die Drohneneinheit der Kreisfeuerwehr.

Gemeldeter Garagenbrand in Bad Nenndorf

Noch während sich die Feuerwehrleute für den Flächenbrand rüsteten, ging der Alarm zu einem Garagenbrand ein. 14:34 Uhr lösten die Digitalen Meldeempfänger aus.

Mehrere Fahrzeuge fuhren zur Einsatzstelle in der Buchenallee. Dort brannte die Dachbegrünung einer Garage. Dieses Feuer konnte schnell gelöscht werden, sodass die ebenfalls alarmierte Feuerwehr Rodenberg die Einsatzstelle nicht mehr anfahren musste.

Rauchentwicklung lässt auf neues Feuer schließen

Während des Flächenbrandes in der Gemarkung Rehren stieg östlich über dem Haster Wald eine große Rauchwolke auf. Es bestand die Befürchtung, dass es ein neues Feuer in der Gemeinde gibt. Daher wurde die Feuerwehr Haste aus dem Einsatz herausgelöst und zur Kontrolle losgeschickt.

Es konnte glücklicherweise kein weiteres Feuer auf dem Gemeindegebiet entdeckt werden. Später stellte sich heraus, dass es sich um die Rauchwolke eines Waldbrandes bei Seelze handelte.