16. August 2018

Ehrungen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung

Haste, 24.02.2018 | Viel zu tun hatte Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote während der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Haste. Gleich neun Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft durfte er für verdiente Kameraden aussprechen.

Auf der Bühne im Bürgerhaus wurde es voll, als der Kreisbrandmeister die Jubilare nach und nach aufrief. Insgesamt kommen die Jubilare auf 355 Jahre Dienst für die Menschen in der Samtgemeinde Nenndorf.

Für 25 Jahre aktiven Dienst erhielt Simon Brandes das Ehrenzeichen des Landes Niedersachsen. Bereits 40 Jahre sind Carsten Büttner, Stefan Daeves, Klaus Gümmer, Michael Leitheußer und Carsten Norden aktiv in der Feuerwehr tätig. Das Land Niedersachsen ehrte sie dafür ebenfalls mit dem entsprechenden Ehrenzeichen.

Eine Ehrung des Landesfeuerwehrverbandes für 40-jährige Mitgliedschaft erhielten die ehemaligen aktiven Kameraden Werner Harder und Manfred Koch. Ein halbes Jahrhundert hält Rolf Bruns der Feuerwehr die Treue. Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote ehrte auch ihn mit dem Ehrenzeichen das Landesfeuerwehrverbandes.

Ortsbrandmeister Olav Sievert ehrte zudem fördernde Mitglieder für ihre Unterstützung. Wolfgang Mensching und Prof. Dieter Müller fördern die Arbeit der Feuerwehr seit 40 Jahren. 60 Jahre sind Otto Jüttner und Willi Matthias dabei. Sievert dankte den Förderern für ihre Treue und überreichte ihnen eine Urkunde und ein Präsent.

In seinem Jahresbericht ging Ortsbrandmeister Sievert auf die zahlreichen Aktivitäten der Ortsfeuerwehr ein. Die Feuerwehr ist fest in der Dorfgemeinschaft verwurzelt. Die Mitglieder richteten beispielsweise das Osterfeuer aus und zeigten sich verantwortlich für die Organisation des Dorfgemeinschaftsfestes. Zudem unterstützen die Feuerwehrleute beim Schreddertag der Gemeinde und die Haster Laternenumzüge.

472 Mitglieder zählt die Feuerwehr. 35 davon engagieren sich aktiv in der Einsatzabteilung. Dieses Engagement verdeutlichte der Bericht des Gruppenführers Ulrich Nürnberg. Mehr als 1.000 Stunden Ausbildung führten die Feuerwehrleute durch. Verschiedene Themen wurde dabei behandelt, um für Einsätze gerüstet zu sein. Insbesondere standen praktische Übungseinheiten im Fokus. Die Bedienung der Gerätschaften wurde immer wieder in der Praxis trainiert.

Wie wichtig die regelmäßige Ausbildung ist, verdeutlicht ein Blick in das Einsatzgeschehen. 45 mal wurde die Feuerwehr im vergangenen Jahr alarmiert, berichtete der stellvertretende Ortsbrandmeister Harald Schmidt. Leider waren auch diverse Fehlalarme zu verzeichnen. Alleine 16 mal löste die Brandmeldeanlage in einem Objekt in Bad Nenndorf aus. Zu jeder Tages- und Nachtzeit mussten die Ehrenamtlichen ausrücken. Kleinere Brände, Unwettereinsätze, die Havarie eines Sportboots auf dem Mittellandkanal und Verkehrsunfälle weist die Statistik ebenfalls aus. In Erinnerung bleibt den Einsatzkräften ein schwerer Verkehrsunfall kurz vor dem Jahreswechsel. Beim Zusammenstoß eines landwirtschaftlichen Gespanns mit einem Pkw kam leider ein Mensch ums Leben.

Spiel und Spaß standen bei den Aktivitäten der Kinder- und Jugendfeuerwehr im Vordergrund. Jugendfeuerwehrwart Torsten Lorz blickte auf ein spannendes Jahr zurück. In Kooperation mit der Jugendfeuerwehr Hohnhorst nahmen die zwanzig Jugendlichen an Wettbewerben teil und beschäftigten sich in Theorie und Praxis mit Feuerwehrthemen. Der Höhepunkt war jedoch das in Rinteln stattfindende Kreiszeltlager. Eine Woche lang hatten die Jungen und Mädchen viel Spaß. Den Betreuern bleibt insbesondere der Zusammenhalt der Gruppe in Erinnerung.

Für 2018 sind bereits verschiedene Aktivitäten geplant. Besichtigungen, Ausflüge und die Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben stehen bereits auf dem Dienstplan.

Bei der Kinderfeuerwehr „Haster Feuerschlümpfe“ stand weniger die Feuerwehr, sondern hauptsächlich Spiel und Spaß, sowie die Brandschutzerziehung im Vordergrund. Dazu zählt auch der „Schaumburger Flori“. Diese dreistufige Auszeichnung erhalten die Kinder, wenn sie Fragen zur Feuerwehr und zum Brandschutz in Theorie und Praxis beantworten können.

Die Aktivitäten der Feuerwehr wurden auch schon von den Jüngsten unterstützt. Wiebke Dehne berichtete, dass beim Osterfeuer leckerer Kinderpunsch gebraut und für die Adventsausstellung Schokocrossies gebacken wurden.

Unter dem Tagesordnungspunkt „Beförderungen“ gab es ebenfalls einiges zu feiern. Dominique Bellanger wurde zum Feuerwehrmann, Wiebke Dehne und Vera Müller zu Feuerwehrfrauen befördert. Den ersten Stern für ihre Schulterklappen erhielten Polyxenia Floß und Torsten Lorz. Sie sind nun Oberfeuerwehrleute.

Gemeindebrandmeister Carsten Norden beförderte zum Abschluss Simon Brandes zum Löschmeister und Michael Leitheußer zum Oberlöschmeister.